Iserlohn - Damals und Heute

 

 

Der Danzturm, auf dem 384,5 m (ü. NN) hohem Fröndenberg, ist 1908 gebaut und wurde 1909 eingeweiht.  Er dient als Landmarke im Iserlohner Stadtwald und wurde zum Andenken an Prof. Ernst Danz  (geb. 1822, gest. 1905) benannt. 1902 wurde Prof. Danz wegen seiner Verdienste um die Jugend und um dem Wald zum Ehrenbürger der Stadt Iserlohn ernannt. Prof. Ernst Danz gründete bereits 1874 einen Verschönerungsverein und forciert die Wiederaufforstung Iserlohner Wälder. 1890 gründet er den SGV (Sauerländischer Gebirgs- und Wanderverein), den er 15 Jahre lang führt.

 

 

 

Im Jahre 1832 wird die Telegrafenstation Nr. 43 in der Linie Berlin / Koblenz auf dem Fröndenberg errichtet.

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Etwa 16 Jahre später (1849) wird sie nicht mehr gebraucht.

 

 

 

Naherholungsgebiete am Rande der Stadt

 

 

Seit 1863 war Ernst Danz als Lehrer am Realgymnasium Iserlohn, heute das Märkisches Gymnasium, tätig. Er war Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender des Verschönerungsvereins in Iserlohn und gründete den SGV.  (Abt. Iserlohn)  Die Stadt Iserlohn verlieh Danz 1902 das Ehrenbürgerrecht.

Ernst Danz wurde am 19.10.1822 in Neustadt bei Danzig geboren. Sein Vater wurde kurz vor seiner Geburt dienstlich von Potsdam nach Neustadt versetzt. Getauft wurde Danz am 23.11.1822 in der ev. Kirche in Bohlschau.  (Ist wohl ein Nachbarort von Neustadt)  Seine Taufpaten waren der Herr von Jannewitz aus Bohlschau, der Forstmeister Trost und die Gräfin Krokow auf Krokow.  Verheiratet war Ernst Danz später mit Johanna geb. Marquardt. (1830 - 1883)  Aus dieser Ehe gingen 6 Kinder hervor. Ernst Danz starb am 28.05.1905 zweiundachtzigjährig in Iserlohn.

Die Vorfahren väterlicherseits waren alle als Pfarrer tätig, der Großvater mütterlicherseits war ebenfalls Pfarrer und der Urgroßvater war ein angesehener Bauunternehmer und Ziegeleibesitzer. Die Vorfahren lebten in der Altmark, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In Iserlohn wohnte Danz nach seinem Zuzug im Jahre 1863. Zunächst in der Unnaer Straße 97, danach zog er zur Nordstaße. Im Juli 1901 wurde das Haus umnummeriert in Viktoriastraße 8.

 

 

Die Gedenktafel am Danzturm erinnert an Prof. Ernst Danz

 

Der Schulische Werdegang von Prof. Ernst Danz

Vom 10.10.1849 - 1850 war Ernst Danz Probekandidat am Dom - Gymnasium in Magdeburg. 1850 - 1851 Hilfslehrer am Dom - Gymnasium Merseburg. 1851 - 1855 War er Kollaborator an den Franckeschen Stiftungen. 1851 wurde er Erzieher an der Waisenanstalt der Franckeschen Stiftungen.  1852 Wurde er Turnlehrer an der Lateinischen Schule der Franckeschen Stiftungen.  1853 - 1855  War Danz Erzieher an der Pensionsanstalt der Franckeschen Stiftungen. 1855 - 1859 in der Realschule 1.Ordnung in Siegen. Es war die 2. ordentliche Lehrerstelle die ihm 500,- Thaler Jahresgehalt einbrachte. Ostern 1859 - Herbst 1863  Geht Danz in die Realschule Hagen als "ordentlicher Lehrer" und erwarb sich hier besondere Verdienste um das Turnwesen. 1.10.1863 - Ostern 1902 in der Realschule 1. Ordnung in Iserlohn. (Ist seit 1869 das Realgymnasium) Er unterrichtete hier die Fächer Englisch, Französisch, Geschichte, Deutsch, Erdkunde und Turnen.  Immer wieder erwähnt wird seine besondere Sprachbegabung. Er sprach insges. 13 Sprachen. 7 davon fließend. 1870 wurde Danz zum Oberlehrer ernannt und am 1.11.1873 wurde er stellvertretender Direktor seiner Schule.  Am 3.3.1880 wurde ihm vom preußischen Kultusminister der Titel Professor verliehen.  Nach dem Tod des Schulleiters Dr. Hugo Langguth am 14.05.1895 übernahm Prof. Ernst Danz bis zum Dienstantritt des neuen Schulleiters Hemmo Suur am 18.11.1895 die Leitung. Am 1.4.1902 trat der inzwischen 79 jährige Danz in den verdienten Ruhestand. Insgesamt war er 52 Jahre und 6 Monate im Schuldienst tätig. Davon verbrachte  Prof. Ernst Danz 39 Schuljahre in Iserlohn.

 

 

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